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Bundesprogramm zur Sicherung von Ausbildungsplätzen ergänzt und überarbeitet

Ausbildungsprämie I

Mit dem Programm unterstützt das Bundesbildungsministerium Ausbildungsbetriebe aus allen Bereichen der Wirtschaft, die aktuell pandemiebedingt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, und hilft, dass die Auszubildenden auch unter diesen Umständen ihre Ausbildung im betroffenen Unternehmen fortsetzen und auch erfolgreich abschließen können.

Die Eckpunkte des Programms sind am 24. Juni 2020 vom Bundeskabinett beschlossen worden und die erste Förderrichtlinie ist 31.07. im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Das Programm besteht aus den Förderlinien "Ausbildungsprämie", "Ausbildungsprämie plus", "Übernahmeprämie", "Vermeidung von Kurzarbeit" sowie "Auftrags- und Verbundausbildung". Die Umsetzung wird in zwei Förderrichtlinien geregelt.

Die erste Förderrichtlinie ist nun am 07. Dezember 2020 überarbeitet und am 10. Dezember 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Erste Änderung der ersten Förderrichtlinie für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern".

Die Änderungen betreffen zusammengefasst die nachfolgenden Punkte:

- Zeitraum des pandemiebedingten Umsatzeinbruches und prozentuale Einbußen gegenüber dem Vorjahr

- Berücksichtigung von Kurzarbeit auch im zweiten Halbjahr 2020

- Ausbildungen vom 24. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 werden in die Ausbildungsprämien miteinbezogen

- Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert.

- Die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsstelle durch die pandemiebedingte Insolvenz des ursprünglichen Ausbildungsbetriebes verloren gegangen ist, wird künftig unabhängig von der Betriebsgröße gefördert. Dies Übernahmen werden bis zum 30. Juni 2021 gefördert.

Alle Änderungen gelten rückwirkend und somit können die Anträge auf Förderung innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war.

Wir unterstützen die Ausbildungsbetriebe mit Bescheinigungen über die aktuell eingetragenenen Ausbildungsverhältnisse.

Anträge auf Förderung sind bei der örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.
Die Formulare finden sie hier.

Bitte füllen Sie die Bescheinigung der zuständigen Stelle aus und senden Sie diese im Original per E-Mail an ausbildungspraemie@arnsberg.ihk.de. Diese wird geprüft und Ihnen schnellstmöglich zur Antragstellung zurückgesandt.

Förderberechtigte

Die Förderung gilt

  • für kleine und mittelständische Unternehmen KMU
    (d.h. max. 249 Mitarbeitende = Vollzeitäquivalente)
  • die in anerkannten Ausbildungsberufen oder in bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen ausbilden 
  • die von der Corona-Krise in erheblichem Maße betroffen sind 
    (d.h. im Jahr 2020 (Januar bis Dezember) mindestens 1 Monat Kurzarbeit durchgeführt haben oder Umsatzeinbrüche von durchschnittlich mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten oder von durchschnittlich mindestens 30% in fünf zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahr hatten).

Fördermöglichkeiten

Die genannten Unternehmen werden (alternativ) wie folgt gefördert:

1. Ausbildungsprämie für gleichbleibendes Ausbildungsengagement:
KMU, die 2020 genauso viele Ausbildungsverträge abschließen wie im Durchschnitt der drei Vorjahre erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit. Ausbildungen, die ab dem 24. Juni 2020 begonnen haben, werden berücksichtigt.

2. Ausbildungsprämie für gesteigertes Ausbildungsengagement
KMU, die 2020 mehr Ausbildungsverträge abschließen als im Durchschnitt der drei Vorjahre erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro für jeden zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach erfolgreicher Beendigung der Probezeit.  Ausbildungen, die ab dem 24. Juni 2020 begonnen haben, werden berücksichtigt.

3. Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung
KMU, die trotz Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Betrieb durch COVID-19 ihre Azubis und Ausbilder nicht in Kurzarbeit bringen, erhalten eine Förderung von 75% der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden der Monate, in dem die Kriterien erfüllt sind. Verlängerung der Zuschüsse bis Juni 2021.

4. Übernahme aus Insolvenz
Unternehmen (unabhängig von der Betriebsgröße), die Azubis von Betrieben übernehmen, die coronabedingt Insolvenz anmelden mussten, erhalten einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro pro aufgenommenen Auszubildenden.

Antragsstellung

Die Antragsstellung und Auszahlung erfolgt über die örtliche Arbeitsagentur.

Die IHK Arnsberg unterstützt die Unternehmen mit Bescheinigungen zu den aktuell eingetragenen Ausbildungsverhältnissen.

Die entsprechenden Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite der Agentur für Arbeit zur Verfügung.
Die Antragsstellung ist in den einzelnen Programmen befristet, eine möglichst frühzeitige Antragsstellung wird empfohlen.

Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 24. Juni 2020 begonnen haben.

Ausbildungsprämie II

Mit dieser Ausbildungsprämie können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) oder Ausbildungsdienstleister, wie z.B. überbetriebliche Berufsbildungsstätten, eine Prämie für Auftrags- oder Verbundausbildungen beantragen.

Dies ist der Fall, wenn diese Unternehmen oder Dienstleister Auszubildende vorübergehend ausbilden, die ihre Ausbildung nicht im eigenen Ausbildungsbetrieb beginnen oder fortführen können, das dieser pandemiebedingt vollständig oder zu wesentlichen Teilen von Schließungen oder Einschränkungen betroffen ist.

Zweite Förderrichtlinie für das Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Deutsche Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.

Kontakt: ausbildungsplaetze-sichern@kbs.de

Förderberechtigte

Die Förderung gilt

  • für kleine und mittelständische Unternehmen KMU -Stichtag 29.02.2020-
    (d.h. max. 249 Mitarbeitende = Vollzeitäquivalente)
  • die im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens 6 Monate im eigenen Betrieb für diese Zeit übernommende Azubis ausbilden und die notwendige Ausbildungseignung vorweisen können.ÜBS (überbetriebliche Ausbildung), Landes- und Fachverbände und Träger von Berufsbildungsstätten sind ebenfalls antragsberechtigt.
  • die von der Corona-Krise in erheblichem Maße betroffen sind 
    (d.h. im Jahr 2020 (Januar bis Dezember) mindestens 1 Monat Kurzarbeit durchgeführt haben oder Umsatzeinbrüche von durchschnittlich mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten oder von durchschnittlich mindestens 30% im gesamten Zeitraum -April bis August 2020- gegenüber dem Vorjahr hatten).

Fördermöglichkeiten

Die genannten Unternehmen werden wie folgt gefördert:

Die Prämie für den Interimsausbilder beträgt einmalig 4.000,00 € für jede oder jeden auf Zeit übernommene Auszubildende bzw. übernommenen Auszubildenden.

Antragsstellung

Zuständig für die Umsetzung dieser Richtlinie, insbesondere die Antragsbearbeitung und Bewilligung der Zuwendungen, ist die Deutsche Rentenversicherung - Knappschaft-Bahn-See.

Kontakt: ausbildungsplaetze-sichern@kbs.de

Aktueller Stand: 11.12.2020

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